Das Polyendokrine metabolische Ovarsyndrom (PMOS), früher als Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) bezeichnet, zählt zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen bei Frauen.
Typische Beschwerden sind Zyklusstörungen, unerfüllter Kinderwunsch, Akne, verstärkter Haarwuchs oder Schwierigkeiten beim Abnehmen. In meiner Praxis betrachte ich PMOS nicht isoliert, sondern berücksichtige alle Körpersysteme, die den Hormon- und Stoffwechsel beeinflussen können.
Das PMOS (Polyendokrines metabolisches Ovarsyndrom) wurde früher als PCO-Syndrom bzw. PCOS bezeichnet. Da viele Betroffene weiterhin nach den bisherigen Begriffen suchen, werden auf dieser Seite beide Bezeichnungen verwendet.
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Das Polyendokrine metabolische Ovarsyndrom (PMOS) ist die neue Bezeichnung für das früher als Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS bzw. PCO-Syndrom) bekannte Krankheitsbild.
Die neue Bezeichnung verdeutlicht besser, dass es sich nicht nur um eine Erkrankung der Eierstöcke handelt. Vielmehr ist PMOS eine endokrine und stoffwechselbedingte Erkrankung, bei der verschiedene Hormone und Körpersysteme beteiligt sind.
Typische Beschwerden sind Zyklusstörungen, ausbleibende Eisprünge, erhöhte männliche Hormone (Androgene), Haut- und Haarveränderungen sowie Stoffwechselstörungen wie eine Insulinresistenz.
Viele Frauen haben zudem zahlreiche kleine, unreife Follikel in den Eierstöcken, die im Ultraschall sichtbar sein können. Diese Veränderungen allein reichen jedoch nicht aus, um die Erkrankung zu erklären. PMOS betrifft häufig den gesamten hormonellen Regelkreis und kann unter anderem den Stoffwechsel, die Insulinregulation und weitere Körpersysteme beeinflussen.
| Begriff | Bedeutung |
| PMOS | Das Polyendokrine metabolische Ovarsyndrom ist die neuere Bezeichnung und verdeutlicht, dass neben den Eierstöcken häufig auch Stoffwechsel und weitere Hormonsysteme betroffen sind. |
| PCOS (alte Bezeichnung) | Das Polyzystische Ovarialsyndrom beschreibt eine hormonelle Erkrankung, bei der verschiedene Diagnosekriterien zusammentreffen können |
| PCO | Beschreibt lediglich das Erscheinungsbild der Eierstöcke im Ultraschall mit mehreren kleinen Follikeln. Allein dieser Befund bedeutet noch keine Erkrankung. |
Die Beschwerden bei PMOS können sehr unterschiedlich sein. Manche Frauen leiden vor allem unter Zyklusstörungen, andere bemerken Haut- und Haarveränderungen, Gewichtszunahme oder einen unerfüllten Kinderwunsch. Nicht jede Frau entwickelt alle Symptome.
Welche Beschwerden auftreten, hängt davon ab, welche hormonellen Veränderungen im Vordergrund stehen und ob zusätzlich Stoffwechselveränderungen wie eine Insulinresistenz vorliegen. Im Folgenden erfahren Sie, welche typischen Symptome auftreten können und wie sie entstehen.
Warum entstehen Zylkusstörungen bei PMOS entstehen:
Der Menstruationszyklus ist ein fein abgestimmtes hormonelles Zusammenspiel.
Bei PCOS geraten diese Regelkreise aus dem Gleichgewicht.
Häufig werden dabei folgende Veränderungen beobachtet:
Ein erhöhtes LH kann die Eierstöcke dazu stimulieren, vermehrt Androgene (z. B. Testosteron) zu produzieren.
FSH unterstützt im Eierstock die Umwandlung von Androgenen in Östrogene. Ist FSH vermindert, kann dieses Gleichgewicht gestört werden.
Androgene können im Fettgewebe über das Enzym Aromatase in Östrogene umgewandelt werden.
Dadurch kann der Zyklus aus dem Gleichgewicht geraten und Eisprünge können ausbleiben.
Bei einer Insulinresistenz reagieren die Körperzellen nicht mehr ausreichend auf Insulin.
Dadurch wird mehr Insulin ausgeschüttet, was wiederum die Produktion männlicher Hormone fördern kann.
Insulin wirkt im Körper außerdem wachstumsfördernd und beeinflusst verschiedene Stoffwechselprozesse.
Ein erhöhter Insulinspiegel kann außerdem die Bindung männlicher Hormone beeinflussen, wodurch mehr freie Androgene im Körper vorhanden sein können.
Dies kann unter anderem beitragen zu:
Diese Beschwerden stehen häufig mit erhöhten männlichen Hormonen (Androgenen) in Zusammenhang.
Warum entstehen bei PMOS (PCOS) Haut- und Haarprobleme Hirsutismus?
Erhöhte männliche Hormone können die Aktivität der Talgdrüsen steigern und Haut sowie Haarwachstum beeinflussen.
Dadurch können unter anderem entstehen:
Auch Insulin und Stoffwechselprozesse können dabei eine Rolle spielen.
Viele Frauen sorgen sich nach der Diagnose um ihre Fruchtbarkeit.
Das PCO-Syndrom bedeutet jedoch nicht automatisch Unfruchtbarkeit.
Entscheidend ist häufig, den hormonellen Zyklus und den Eisprung wieder besser zu unterstützen.
Viele Frauen berichten zusätzlich über:
Gerade sichtbare Beschwerden wie Akne, Haarausfall oder verstärkter Haarwuchs können psychisch sehr belastend sein.
Die Diagnose erfolgt in der Regel durch Ihre Frauenärztin oder einen Endokrinologen. Je nach Beschwerden können folgende Untersuchungen sinnvoll sein:
Die Diagnose bildet die Grundlage der Behandlung. Für die Auswahl der Therapie reicht jedoch häufig nicht allein der Ultraschallbefund oder ein einzelner Laborwert aus. Deshalb betrachte ich zusätzlich die beteiligten Körpersysteme und Ihre individuelle Situation.
Für meine therapeutische Arbeit war nie allein entscheidend, wie viele Follikel im Ultraschall sichtbar sind.
Manche Frauen entwickeln typische hormonelle und stoffwechselbedingte Beschwerden, obwohl sie die früheren Ultraschallkriterien nicht vollständig erfüllen. Andere weisen ein polyzystisches Ovar auf, haben jedoch kaum hormonelle Beschwerden.
Deshalb behandle ich nicht einen einzelnen Ultraschallbefund, sondern betrachte immer das gesamte Beschwerdebild, die Laborwerte und die beteiligten Körpersysteme.
Der Leidensdruck bei PCOS kann sehr hoch sein, da viele Beschwerden sichtbar sind und den Alltag stark beeinflussen können.
Jede Frau bringt unterschiedliche Beschwerden und Ursachen mit. Deshalb entwickle ich nach einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik einen individuellen Therapieplan, der sich an Ihren Beschwerden, Laborwerten und Therapiezielen orientiert.
Ziel ist nicht nur die Linderung einzelner Symptome, sondern die Verbesserung der hormonellen Regulation und des Stoffwechsels.
Geschlechtshormone beeinflussen zahlreiche Prozesse im Körper. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, können Zyklus, Stimmung, Energie, Stoffwechsel und Wohlbefinden beeinflusst werden.
Ich betrachte hormonelle Beschwerden daher nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit den Systemen, die sie regulieren und beeinflussen.
Dazu gehören unter anderem Darm, Stresssystem, Schilddrüse, Immunsystem und Entgiftung. Diese Zusammenhänge beziehe ich gezielt in die Therapie ein.

Je nach Situation können unter anderem folgende Bereiche Bestandteil der Behandlung sein:
Das PMOS betrifft häufig nicht nur die Eierstöcke oder den Zyklus.
Auch Darm, Stoffwechsel, Stresssystem, Schilddrüse und Immunsystem können beteiligt sein.
Deshalb betrachte ich PMOS in meiner Praxis nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel der beteiligten Systeme.
Der Darm beeinflusst unter anderem Stoffwechsel, Entzündungsregulation und Hormonstoffwechsel.
Auch Verdauungsbeschwerden oder Unverträglichkeiten können zusätzlich auftreten.
Insulinresistenz und Blutzuckerschwankungen spielen bei vielen Frauen mit PCOS eine wichtige Rolle.
Chronischer Stress kann hormonelle Dysbalancen zusätzlich verstärken und sich negativ auf Zyklus und Wohlbefinden auswirken.
Schilddrüse und Hormonsystem beeinflussen sich gegenseitig und sollten deshalb gemeinsam betrachtet werden.
Leber und Darm spielen eine wichtige Rolle beim Abbau hormoneller Stoffwechselprodukte.
Diese Seite erklärt das Polyendokrine metabolische Ovarsyndrom (PMOS), früher als Polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) oder PCO-Syndrom bezeichnet. Sie erfahren, welche Beschwerden auftreten können, wie PMOS entsteht, welche Rolle Hormone, Stoffwechsel und Insulinresistenz spielen und wie die Diagnose gestellt wird. Außerdem wird erklärt, warum bei der naturheilkundlichen Behandlung neben den Eierstöcken auch Darm, Schilddrüse, Stresssystem, Leber und Stoffwechsel berücksichtigt werden und wie die Therapie in meiner Praxis abläuft.
Ja. PMOS (PCOS) bedeutet nicht automatisch Unfruchtbarkeit. Viele Frauen werden auf natürlichem Weg schwanger. Wenn der Eisprung selten oder gar nicht stattfindet, kann eine gezielte Behandlung helfen, die Voraussetzungen für eine Schwangerschaft zu verbessern.
Nein. Die Behandlung richtet sich nach Ihren Beschwerden und Ihren persönlichen Zielen. Nicht jede Frau möchte oder benötigt eine hormonelle Therapie. Welche Behandlung sinnvoll ist, sollte individuell entschieden werden.
Ja. Obwohl Übergewicht das Risiko für eine Insulinresistenz erhöhen kann, kommt PMOS auch bei normalgewichtigen Frauen vor. Die Ursachen und Beschwerden können sehr unterschiedlich sein.
Ziel der Behandlung ist es, die Ursachen der Beschwerden möglichst gut zu beeinflussen, den Zyklus zu stabilisieren und Symptome wie Akne, Zyklusstörungen oder Stoffwechselprobleme zu lindern.
Heilpraktikerin Lena Brauer
"sinnvoll" - Zentrum für Gesundheit
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